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ACTIVE SHARE: Die Kennzahl Active Share misst, wie weit sich ein Portfolio von seinem Vergleichsindex entfernt. Dazu wird der Anteil aller Positionen, die von der jeweiligen Benchmark des Fonds abweichen, ins Verhältnis zum Fondsvermögen gesetzt. Der sich ergebende Prozentanteil ist der Active Share.

AKTIENQUOTE (BRUTTO/NETTO): Die Aktienquote (Brutto) bezeichnet den Anteil von Aktien innerhalb eines Portfolios. Die Nettoaktienquote ergibt sich aus der Bruttoaktienquote abzüglich etwaigen Absicherungsgeschäften.

ALPHA: Die Kennziffer Alpha veranschaulicht die abweichende Wertentwicklung eines Fonds gegenüber der Entwicklung des Vergleichsindex(Benchmark). Sie beziffert das Ausmaß, in dem sich der Fonds besser oder schlechter entwickelt hat als die Benchmark. Das Alpha misst jenen Teil der Rendite, der nicht mit der allgemeinen Marktentwicklung zu erklären ist, sondern auf der Auswahl von Aktien innerhalb dieses Marktes beruht.

ANLEIHE: Schuldverschreibung, die das Recht auf Rückzahlung des Nennwertes zuzüglich einer Verzinsung verbrieft.

AUSGABEAUFSCHLAG: Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr, die beim Erwerb von Fondsanteilen erhoben wird. Sie wird üblicherweise in Prozent angegeben.

BARBELL-STRATEGIE: Man kombiniert defensive Sektoren, die sich durch strukturelle Profitabilität, positives Wettbewerbsumfeld und hohen Eintrittsbarrieren auszeichnen, mit Dividendenchancen von klein- und mittelgroßkapitalisierten sowie aufstrebenden Dividenden Stars. Die strukturelle Beimischung von klein- und mittelgroßkapitalisierten Unternehmen umfasst insbesondere familiengeführte Unternehmen. Unsere „Barbell-Strategie“ verbindet konservative Kerninvestments mit überdurchschnittlicher Dividendenqualität und einkommensorientierten Chancen.

BENCHMARK: Benchmark ist die englische Bezeichnung für einen Vergleichsmaßstab zur Messung des Anlageerfolgs eines Fonds. Dabei kann es sich um einen Index, der dem Anlageuniversum und der Anlagestrategie eines Fonds nahekommt, eine Indexkombination oder einen Zinssatz handeln.

BETA: Der Betafaktor ist ein Gradmesser, der angibt, wie stark die Aktie im Vergleich zum Markt schwankt. Das Beta des Marktes ist per Definition 1,0. Liegt der Wert unter 1, dann deutet dies auf eine geringere Schwankung der Aktie hin. Bei einem Wert von über 1,0 schwankt die Aktie stärker als der Durchschnitt. Ein negatives Beta bedeutet, dass sich die Rendite des Vermögenswerts gegenläufig zum Gesamtmarkt entwickelt.

BOTTOM-UP-ANALYSE: Zur Identifizierung vielversprechender Titel werden einzelne Unternehmen auf ihr Wachstumspotenzial hin analysiert. Anschließend werden die Chancen in der entsprechenden Branche und im Gesamtmarkt bewertet. Auf Basis dieser Einzelanalysen werden Anlagen fundamental mit dem Ziel getätigt, langfristige Gewinne zu erzielen.

BVI-METHODE: Die Wertentwicklungsberechnung nach der BVI-Methode beruht auf der „Time weighted Rate of Return“-Methode. Diese international anerkannte Standard-Methode ermöglicht eine einfache, nachvollziehbare und exakte Berechnung. Die Wertentwicklung der Anlage ist die prozentuale Veränderung zwischen dem angelegten Vermögen zu Beginn des Anlagezeitraums und seinem Wert am Ende des Anlagezeitraums. Ausschüttungen werden rechnerisch umgehend in neue Fondsanteile investiert. So ist die Vergleichbarkeit der Wertentwicklungen ausschüttender und thesaurierender Fonds sichergestellt.

CSSF: Die "Commission de Surveillance du Secteur Financier" (CSSF) ist zuständig für die Überwachung des gesamten luxemburgischen Finanzplatzes mit Ausnahme der Versicherungen. Die CSSF untersteht dem Minister, der für den Finanzplatz zuständig ist, sie ist aber eine öffentlich-rechtliche Anstalt und verfügt über eine gewisse Autonomie.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE: Derivate ist ein Sammelbegriff für Wertpapiere, deren Preise sich nach den Kursschwankungen oder den Preiserwartungen anderer Investments richten. Derivate sind so konstruiert, dass sie die Schwankungen der Preise dieser Anlageobjekte überproportional nachvollziehen. Daher lassen sie sich sowohl zur Absicherung gegen Wertverluste als auch zur Spekulation auf Kursgewinne des Basiswerts verwenden. Zu den wichtigsten Derivaten zählen Zertifikate, Optionen, Futures und Swaps.

DEVISEN: Sammelbegriff für auf Fremdwährungen lautende Zahlungsmittel (außer Bargeld), insbesondere entsprechende Bankguthaben.

DIVIDENDENRENDITE: Relation aus zuletzt gezahlter Dividende einer Aktie und ihrem aktuellen Kurs. An der Dividendenrendite lässt sich bedingt die relative Attraktivität einer Aktie ablesen. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass eine Dividendenrendite nur deshalb hoch erscheint, weil der Kurs der Aktie aufgrund einer negativen Entwicklung des Unternehmens gefallen ist. Dann wird die Dividende in Zukunft möglicherweise geringer sein oder ganz ausfallen. Aus diesem Grund ist bei der Investition in Dividendentitel eine sorgfältige Einzeltitelanalyse erforderlich.

DURCHSCHNITTLICHE RESTLAUFZEIT: Das gewogene Mittel der verbleibenden Zeit vom Bewertungstag bis zur Fälligkeit der Wertpapiere in einem Wertpapierportfolio. Wenn die Kennzahl als Indikator für das Zinsänderungsrisiko dienen soll, können bei einigen Wertpapierarten, zum Beispiel Floatern, auch nur die Zeiträume bis zur nächsten Zinsanpassung zu Grunde gelegt werden.

EINMALANLAGE: Eine Einmalanlage ist der einmalige Kauf von Fondsanteilen.

EMITTENTENRISIKO: Emittentenrisiko ist die Gefahr von Bonitätsverschlechterungen oder Ausfall eines Emittenten oder eines Referenzschuldners.

ESG: Als Standard nachhaltiger Anlagen hat sich die Begrifflichkeit „ESG“ etabliert. Diese drei Buchstaben beschreiben drei nachhaltigkeitsbezogene Verantwortungsbereiche von Unternehmen: 1.) Das „E“ für Environment steht hierbei z. B. für Umweltverschmutzung oder -gefährdung, Treibhausgasemissionen oder Energieeffizienzthemen (Umwelt) 2.) Social („S“) beinhaltet Aspekte wie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Diversity oder gesellschaftliches Engagement (Coporate Social Responsibility). 3.) Unter Governance („G“) wird eine nachhaltige Unternehmensführung verstanden. Hierzu zählen z. B. Themen wie Unternehmenswerte oder Steuerungs- und Kontrollprozesse (Corporate Governance).

FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE: Wertpapiere, die während ihrer gesamten Laufzeit zu einem vereinbarten festen Satz verzinst und an einem festgelegten Termin zurückgezahlt werden, werden als festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet (z. B. Anleihen, Pfandbriefe, Bankschuldverschreibungen).

FLEXIBLE-BLEND-ANSATZ: Der Blend-Ansatz ist eine Mischung aus dem Value- und dem Growth-Ansatz. „Flexible“ bezieht sich darauf, dass flexibel zwischen Unternehmen mit kleiner, mittlerer und großer Marktkapitalisierung ausgewählt werden kann.

FUTURES: Ein Börsengeschäft, das zum aktuellen Preis abgeschlossen wird, dessen Ausführung jedoch zu einem vereinbarten zukünftigen Zeitpunkt erfolgt.

GELDMARKTINSTRUMENTE: Ein Sammelbegriff für alle Arten von Zinsinstrumenten, die auf dem Geldmarkt gehandelt werden. Geldmarktinstrumente haben eine Ursprungs- oder Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, obwohl auch Instrumente mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren in den Geldmarkt einbezogen werden können.

GICS: "Global Industry Classification Standard" (GICS) wurde 1999 von MSCI und S&P Dow Jones-Indizes entwickelt, um ein effizientes Anlageinstrument anzubieten, das die Breite, Tiefe und Entwicklung von Industriesektoren erfasst. GICS ist ein vierstufiges, hierarchisches Branchenklassifizierungssystem. Unternehmen werden quantitativ und qualitativ klassifiziert. Jedem Unternehmen wird eine einzige GICS-Klassifikation auf der Ebene der Sub-Industrie entsprechend seiner Hauptgeschäftstätigkeit zugewiesen. 

GROWTH-ANSATZ: Beim Growth-Ansatz werden Titel auf Basis der vielversprechenden Wachstumsaussichten von Unternehmen, Branchen und Märkten ausgewählt. Oft handelt es sich bei der Auswahl um Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Umsatz- und Gewinnwachstum.

HIGH-YIELD-BONDS: Festverzinsliche Wertpapiere schlechterer Kreditqualität. Sie werden von den Ratingagenturen in der Regel mit BB+ oder schlechter eingestuft. Sie bieten höhere Renditen als Bonds mit besseren Ratings, sind allerdings auch mit höheren Risiken verbunden.

INFORMATION RATIO: Die Information Ratio ist eine Kennzahl zur Bewertung eines Investmentfonds und beschreibt die zusätzliche Rendite des Fonds gegenüber der Benchmark im Verhältnis zum Tracking Error. Sie errechnet sich durch das Dividieren derFondsrendite (ausgedrückt in Alpha) durch das Fondsrisiko (ausgedrückt in Tracking Error).

ISIN: Abkürzung für „International Security Identification Number“. Die ISIN dient der eindeutigen internationalen Identifikation von Wertpapieren und wird von der jeweiligen nationalen Behörde herausgegeben. Sie besteht aus einem zweistelligen Ländercode (zum Beispiel DE für Deutschland), gefolgt von einer neunstelligen alphanumerischen nationalen Kennnummer NSIN (National Securities Identifying Number) und einer einstelligen numerischen Prüfziffer am Ende. Die ISIN wird parallel zur WKN (Wertpapierkennnummer) verwandt.

KONTRAHENTENRISIKO: Als Kontrahentenrisiko wird das Risiko des Ausfalls eines professionellen Marktteilnehmers (Kontrahent; der Begriff dient in diesem Zusammenhang als Gegenbegriff zu Kunde) bezeichnet. Dieses Risiko umfasst neben dem klassischen Kreditrisiko – z. B. aus Geldmarktgeschäften – insbesondere auch die Ausfallrisiken, die aus Derivatepositionen oder bei der Abwicklung von Finanztransaktionen entstehen.

LÄNDER- UND TRANSFERSTOPPRISIKO: Unter das Länder- und Transferstopprisiko fallen sämtliche Gefahren, die den Ausfall oder das Moratorium eines Staates betreffen, in welchem ein Kreditnehmer seinen Rechtssitz hat. Es kann bei grenzüberschreitenden Zahlungen infolge der Zahlungsunwilligkeit (politisches Risiko) und/oder der Zahlungsunfähigkeit (wirtschaftliches Risiko) eines Staates entstehen und bildet deshalb eine eigenständige, durch Gläubiger und Kreditnehmer nicht zu beeinflussende, übergeordnete Risikosphäre.

LUXFLAG: Die "LUXEMBURG FINANCE LABELING AGENCY" ist eine unabhängige und internationale gemeinnützige Vereinigung zur Unterstützung des nachhaltigen Finanzwesens: die luxemburgische Regierung, ALFI, ABBL, ADA, die Europäische Investitionsbank, Luxembourg for Finance und die Luxemburger Börse (Gründungsmitglieder). Ihr Ziel ist es, den Anlegern die Gewissheit zu geben, dass die gekennzeichneten Investitionsvehikel in den verantwortungsbewussten Investitionsbereich investieren.

MACD (MOVING AVERAGE CONVERGENCE/DIVERGENCE): Der technische Indikator, ist ein MomentumIndikator, der genutzt wird, um Trends vorherzusehen. Er beruht auf zwei exponentiell gewichteten gleitenden Durchschnitten (Moving Averages) und der Entwicklung der beiden zueinander hin oder voneinander weg (Convergence/Divergence). Die Berechnung kann Kauf- und Verkaufssignale indizieren.

MAXIMUM DRAWDOWN: Der Maximum Drawdown ist der absolut größte Wertrückgang in einem angegebenen Zeitraum. Es wird betrachtet, wie viel der Fonds zwischen seinem Höchststand und seinem Tiefstand im ausgewählten Zeitraum an Wert verloren hat. Der Wertveranschaulicht somit, welche Wertschwankung ein Anleger bei einem konkreten Anlageprodukt in der Vergangenheit im ungünstigsten Fall hätte akzeptieren müssen.

MODIFIED DURATION: Die modifizierte Duration ist eine Kennzahl, die angibt, wie stark der Kurs einer Anleihe oder eines Rentenfonds in Abhängigkeit von Veränderungen des Markzinssatzes steigt oder fällt.Je höher die modifizierte Duration, desto stärker schwanken die Kurse der Anleihe als Reaktion auf Zinsänderungen.

MTD: "Month-To-Date" bezeichnet den Zeitraum seit Monatsanfang bis zum aktuellen Zeitpunkt.

NAV: Der "Nettoinventarwert" ist der Gesamtwert aller Vermögenswerte in einem Investmentfonds, geteilt durch die Anzahl der Anteile, abzüglich der vom Fonds getragenen Kosten.

NULLKUPONANLEIHEN: Nullkuponanleihen sind langfristige Anleihen, bei denen keine jährlichen Zinszahlungen geleistet werden, sondern der Investor bei Fälligkeit eine einzige vollständige Zahlung erhält. In den meisten Fällen wird der Nennwert der Anleihe zu diesem Zeitpunkt bezahlt, da sie in der Regel zu einem Preis weit unter diesem Wert ausgegeben wird. Die Rendite ist die Differenz zwischen dem Nennwert und dem Kaufpreis.

OPTIONSANLEIHE: Eine Optionsanleihe ist eine Verpflichtung, die das Recht gibt, innerhalb eines bestimmten Zeitraums Aktien zu einem bestimmten Festpreis zu erwerben.

OUTPERFORMANCE: Fonds werden an einem Vergleichsindex/-maßstab (engl. Benchmark) gemessen. Schlägt der Fonds die Benchmark, weist er eine bessere Wertentwicklung (Performance) als der Vergleichsindex auf und somit eine Outperformance.

OVER-THE-COUNTER-MARKT (OTC-MARKT): Ein Over-the-Counter-Markt (Außerbörslicher Markt für Wertpapiere) ist nicht lokalisiert und hat keine festen Handelszeiten. Die Preise werden an diesem Markt frei ausgehandelt. Die Transaktionen finden außerhalb der Verantwortung einer Börse statt, unterliegen aber den geltenden gesetzlichen Bestimmungen für den Wertpapierhandel. In den USA ist der „Over-the-counter market“ der dortige Freiverkehrsmarkt für Aktien und Anleihen im Interbankenhandel.

PERFORMANCEGEBÜHR: Es handelt sich um eine erfolgsabhängige Vergütung. Bei einigen Fonds fällt eine zusätzliche Performancegebühr an, wenn eine bestimmte Zielmarke in einem festgelegten Zeitraum überschritten wurde.

R²: R² bezeichnet den Prozentsatz der Bewegungen eines Fonds, der mit Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden kann. So bedeutet ein R² von 35, dass nur 35% der Bewegungen des Fonds mit den Veränderungen in seinem Vergleichsindex erklärbar sind. R² wird genutzt, um die Aussagekraft des Beta zu bestimmen. Je höher R², desto signifikanter das Beta.

RELATIVE STRENGTH INDEX (RSI): RSI ist ein Preisfolgeindikator, der als Momentum-Indikator hilfreich sein kann, um kurzfristige Tief- und Hochpunkte zu erkennen.Zu diesem Zweck vergleicht der Indikator die Kursbewegungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums, um festzustellen, ob der Kurs ungewöhnlich hoch oder niedrig ist. Er wird hauptsächlich genutzt, um überkaufte und überverkaufte Titel zu identifizieren.

RENDITE (YIELD): Dieser Begriff wird vielseitig eingesetzt und dient zunächst der allgemeinen Angabe des Verhältnisses zwischen den geleisteten Ein- und Auszahlungen. Auch im Bereich der Kapital- und Geldanlagen hat der Begriff "Yield" für Rendite eine Bedeutung. Er dient der Darstellung der Verzinsung einer Anlage und kann zugleich als Kennzahl Verwendung finden. Angegeben wird "Yield" dabei in der Regel nicht in Beträgen, sondern als Prozentzahl. Diese Prozentzahl bezieht sich zumeist auf die Rendite eines Jahres.

RÜCKNAHMEGEBÜHR: Nicht nur beim Kauf, sondern auch beim Verkauf von Fondsanteilen können Fondsanbieter eine Gebühr erheben.

RÜCKNAHMEPREIS: Der Preis, für den ein Investmentanteil von der Investmentgesellschaft zurückgenommen wird. Er ergibt sich aus dem Inventarwert einschließlich eventueller Kassenbestände pro Anteil abzüglich Verkaufsspesen und Rücknahmekosten. Der Rücknahmepreis liegt in der Regel unter dem am selben Tag errechneten Ausgabepreis.

SHARPE RATIO: Die Sharpe-Ratio berechnet die Rendite pro Risikoeinheit, indem sie die Zusatzrendite durch die Standardabweichung teilt. Sie gibt also an, wie viel Rendite ein Fonds pro Risikoeinheit bietet. Je höher die Sharpe Ratio, desto besser die risikoangepasste Rendite eines Fonds.

SUB-FUNDS: Unterfonds oder Teilfonds bei nach dem "Umbrella"-Prinzip gestalteten Fonds. Bei Anlagefonds mit verschiedenen Teilfonds ist der Anleger nur am Vermögen und am Ertrag jenes Teilfonds berechtigt, an dem er beteiligt ist.

STANDARDABWEICHUNG/VOLATILITÄT: Die Standardabweichung eines Fonds misst, wie stark die Wertentwicklung eines Fonds in der Vergangenheit geschwankt hat. Der Begriff Volatilität wird oft ersatzweise verwendet. Diese Kennzahl ist aus zwei Gründen nützlich. Zum einen weil höhere Volatilität eines Fonds meist höheres Risiko bedeutet. Hierbei können Fonds quer durch alle Kategorien verglichen werden. Zum anderen weil Fonds, die in der Vergangenheit volatiler waren, tendenziell auch in Zukunft volatiler sein werden. Insofern ist die Standardabweichung ein nützliches Warnsignal.

SWAP: Ein Swap ist ein Austausch von Forderungen/Verbindlichkeiten. Zinsdifferenzen zwischen Währungen werden mit dem Swapsatz ausgeglichen. Es wird zwischen Zinssatz-Swaps und Währungs-Swaps unterschieden. Ein reiner Zinsswap beinhaltet den Austausch von Zinszahlungsverpflichtungen in einer Währung für einen bestimmten Zeitraum. Das Hauptmerkmal eines Cross-Currency-Swaps besteht darin, dass die zu tauschenden Verpflichtungen auf verschiedene Währungen lauten.

TER: Die "Total Expense Ratio" (Gesamtkostenquote) umfasst alle Gebühren, mit denen ein Fonds im Laufe eines Geschäftsjahres belastet wird. Sie errechnet sich als Verhältnis zwischen Kosten und durchschnittlichem Fondsvermögen. Allerdings gilt zu beachten, dass die TER (wie sie z. B. von deutschen Fondsgesellschaften errechnet wird) üblicherweise nicht die Transaktionskosten berücksichtigt, so dass es sich nicht um eine Gesamtkostenquote im engeren Sinne handelt. Enthalten sind: Verwaltungs- und Depotbankvergütung, Veröffentlichungs- und Prüfungskosten, sowie Kosten für weitere Dienstleistungen.

TOP-DOWN-ANALYSE: Es werden zunächst die makroökonomischen Faktoren, Sektoren, Länder und Marktzyklen bewertet, bevor man von diesen allgemeinen Indikatoren zu spezielleren, kleinteiligeren Faktoren wie einzelnen Unternehmen übergeht. Auf Basis dieser Analyse werden Anlagen bewertet und gekauft mit dem Ziel, langfristige Gewinne zu erzielen.

TRACKING ERROR: Maß für die Genauigkeit, mit der die Entwicklung eines Fonds derjenigen eines Vergleichsindex (Benchmark) folgt. Rechnerisch wird dazu die Standardabweichung der monatlichen Renditedifferenz zwischen Fonds und Benchmark über einen bestimmten Zeitraum ermittelt und auf ein Jahr umgerechnet (annualisiert). Ein hoher Tracking Error lässt auf größere Abweichungen in der Zusammensetzung von Fonds und Benchmark schließen. Ein niedriger Tracking Error dagegen spricht dafür, dass die Struktur von Fonds und Benchmark einander stärker ähneln.

UCITS: UCITS (Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities) ist die internationale Bezeichnung für OGAW (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren). Es handelt sich um eine EU-Richtlinie, die festlegt, unter welchen Voraussetzungen Fonds, die in einem EU-Land domiziliert sind, in allen EU-Ländern vertrieben werden können.

VALUE-ANSATZ: Der systematische Erwerb von Aktien von Unternehmen, die im Vergleich günstig oder unterbewertet sind und bei denen eine Wertsteigerung zu erwarten ist.

VALUE AT RISK: Das spezifische Verlustrisiko, welches durch Preisänderungen bei Handelspositionen auftreten kann. Angegeben wird der maximal zu erwartende Verlust bei Kursschwankungen unter üblichen Marktbedingungen und innerhalb einer definierten Periode, berechnet auf Basis einer bestimmten Wahrscheinlichkeit.

VARIABEL VERZINSLICHE WERTPAPIERE: Anleihen, bei denen der Zinssatz in regelmäßigen Abständen, meist alle drei bis sechs Monate, an den marktüblichen Zinssatz angepasst wird. Variabel verzinsliche Anleihen werden auch Gleitzinsanleihen.

VOLATILITÄT:  Die Volatilität ist ein Risikomaß und zeigt die Schwankungsintensität des Preises eines Basiswertes innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Je höher die Volatilität, um so stärker schlägt der Kurs nach oben und unten aus und desto riskanter aber auch chancenreicher ist eine Investition in das Basisobjekt.

WÄHRUNGSOPTION: Eine Währungsoption ist die vertragliche Option zweier Vertragsparteien, eine bestimmte Fremdwährung zu einem im Voraus festgelegten Preis an einem bestimmten Datum zu kaufen oder zu verkaufen. Es erfolgt nie eine physische Lieferung, so dass im Falle von Währungsoptionen der Kursgewinn immer vom Emittenten in Form eines Barausgleichs bezahlt wird.

WANDELANLEIHEN: Eine Anleihe, die innerhalb einer bestimmten Zeitspanne, unter bestimmten Bedingungen und zu einem festen Umtauschverhältnis in Aktien des Unternehmens umgetauscht werden kann. Bei einer positiven Entwicklung des Aktienkurses wird der Inhaber der Wandelanleihe die Gelegenheit nutzen, an der Substanz und Ertragskraft des Unternehmens zu partizipieren und zu wandeln. Wandelanleihen haben im Allgemeinen einen niedrigeren Zinssatz als normale Anleihen, da der Inhaber in den Genuss der Umwandlungsoption kommt.

WERTPAPIER: Ein Wertpapier ist eine Urkunde, die bestimmte Rechte, wie etwa die Miteigentümerschaft an einem Unternehmen, verbrieft. Ohne die Urkunde kann das Recht nicht geltend gemacht werden. Zum Sammelbegriff "Wertpapier" zählen Aktien: Obligationen, Optionsscheine, Anleihen und Wandelanleihen.

YTD: "Year-to-date" bezeichnet den Zeitraum seit Jahresanfang bis zum aktuellen Zeitpunkt.

YIELD-TO-WORST: "YTW" ist die niedrigste Rendite, die eine Anleihe zahlen könnte. Das ist häufig gleichzusetzen mit der Rendite bis zum nächstmöglichen Kündigungszeitpunkt. Diese Renditekennzahl soll dem Anleger bei seiner Einschätzung helfen, ob diese Anlage seine spezifischen Anlageziele auch im Falle eines „worst-case-scenarios“ erfüllt.