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Die Ära der globalen Digital Giants

Die digitale Transformation kommt nicht in der Zukunft, sondern passiert im Hier und Jetzt. Ihr Tempo ist atemberaubend. Denn digital steht für modern und effizient. Die Geschwindigkeit, in der sich diverse Technologien durchgesetzt haben, wirft dabei auch ein Schlaglicht auf die Digitalisierung der Gesellschaft. So wird eine wachsende Zahl an Vorgängen im Web abgewickelt und die Wirtschaft investiert, global gesehen, kräftig in die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle. An der Speerspitze dieser Entwicklung stehen jene US-amerikanischen oder asiatischen Konzerne, die die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt und vorangetrieben haben. Plattformen wie Alibaba, Amazon, Apple, Facebook, Tencent oder Samsung. Sie haben erreicht, was bis vor kurzem vielen noch undenkbar schien. Von Null auf Hundert in Rekordzeit.

Größer, schneller, weiter. Das soziale Netzwerk Facebook hat nur 4,4 Jahre benötigt, um die 100 Millionen Nutzer-Schwelle zu übertreffen. Der populäre Onlinedienst Instagram, vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben, vermeldete im Sommer 2018 bereits die Marke von monatlich 1 Milliarde aktiver Nutzer erreicht zu haben. Im Juni 2013 waren es „nur“ 130 Millionen Nutzer im Monat. Ein gigantisches Wachstum.

Und während viele Händler in der Coronakrise um die Existenz kämpfen, bescherten der boomende Handel im Netz und florierende Cloud-Dienste Amazon satte Geschäftszuwächse. Keine Einzelfälle. Die Digital Giants als Gestalter der Zukunft des 21. Jahrhunderts befinden sich auf der Überholspur. Und wir hier in Europa?

Europa in der Defensive

Eine jüngst veröffentlichte Vergleichsstudie zeigt das Dilemma. Zwar wird viel von den Chancen der digitalen Transformation landauf, landab gepredigt, doch andere Länder sind bei der digitalen Transformation einfach schneller und drängen Deutschland so aus den Top Ten. Einzig die Walldorfer Softwareschmiede SAP befindet sich mit den Umsatzzahlen unter den Top10-Plattformen, wenngleich der Abstand zu den Digital Giants eklatant ist. Das wiederum hat auch etwas mit der Tatsache zu tun, dass wir im EU-Vergleich in Sachen Start-up-Investitionen unter dem Durchschnitt liegen. Im Vergleich mit den Venture-Capital-Investitionen in den USA und auch dem aufstrebenden China (mittlerweile wird jedes dritte Einhorn dort geboren) fallen die auf dem alten Kontinent investierten Mittel bei näherer Betrachtung eher dürftig aus, so Erhebungen des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Das mündet dann in einer vergleichsweise schwachen digitalen Infrastruktur und zu wenig Plattformunternehmen mit internationalem Ansehen. Dabei ist eine fundierte Kompetenz in digitalen Geschäftsmodellen für den langfristigen unternehmerischen und volkswirtschaftlichen Erfolg unabdingbar.

Aber es hat nicht nur etwas mit den finanziellen Mitteln zu tun, dass Europa im internationalen Vergleich das Nachsehen hat. Warum gibt es kein deutsches oder gar europäisches Google? Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, warum wir bei der E-Mobilität nicht die Nase vorn haben. Unsere Bedenken und ein Korsett aus Regeln stehen uns im Weg.

Ein jüngstes Beispiel dafür: die Entwicklung der Corona-App durch den Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom.  Für deutsche Verhältnisse, und besonders in Hinblick auf Datenschutzbarrieren, in einer Rekordzeit entwickelt und vielleicht ein Beweis, dass wir Digitalisierung doch können. Lediglich die Downloadzahlen und somit Usergenerierungen lassen bis zum heutigen Stand zu Wünschen übrig und die Frage kommt auf, ob der Gesamtnutzen für die Bevölkerung nicht erkennbar ist. Demgegenüber steht – provokant als Beispiel genannt – ein Produkt wie Pornhub, das es schaffte innerhalb von 19 Tagen nach Launch 50 Millionen Benutzer zu generieren.    

Plattform-Jahrzehnt

„Daten werden der bedeutendste Rohstoff der Zukunft. […]  Digitale Plattformen krempeln die globale Wirtschaft um“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beim Digital-Gipfel im vergangenen Jahr. An digitalen Plattformen kommt so niemand mehr vorbei; sie verändern nachhaltig die Wirtschaft. Das Jahrzehnt der Plattform-Aktien ist längst eingeläutet worden. Ihr Erfolgsgeheimnis ist einfach. Plattformen erlangen möglichst viele Informationen über ihre Kunden und deren Konsumverhalten. Anders ausgedrückt: Der Verbraucher steht im Mittelpunkt und die digitalen Ökosysteme orientieren antizipativ ihre Geschäftsstrategien an den Kundenbedürfnissen. Sie wissen sozusagen vorab, was der Käufer wirklich benötigt. Konsequent umgesetzt sind sie in der ausgesprochen komfortablen Lage, eine marktdominierende Stellung einzunehmen und ihre Wettbewerbsvorteile gegenüber den klassischen linearen Unternehmen (höhere Profitabilität, starkes Umsatzwachstum basierend auch auf mehr F&E-Investitionen) auszuspielen.

Dabei ist ihre Geschichte noch längst nicht zu Ende geschrieben. Diese strukturellen Trends nehmen in Bereichen wie bargeldlose Zahlungen oder Online-Konsum weiter an Fahrt auf. Digitale Strukturveränderungen, die wir bereits vor der Krise gesehen haben, werden künftig noch stärker hervortreten. Mit dem Ergebnis, dass es zu tiefgreifenden Verschiebungen im Ranking der weltweit größten Unternehmen kommt. Die USA und Asien dominieren; Europa ist dabei, den Anschluss gänzlich zu verlieren.

Insofern ist der globale, nicht lokal zentrierte, Blick auf Investments mit Schwerpunkt struktureller Trends, lohnenswert. Digitale Plattformen als die Gewinner der Digitalisierung sind in diesem Kontext ein einprägsames Beispiel.

Das Team Global Equities/ Absolute Return Multi Asset, rund um Fondsmanager Frank Schwarz, managt die drei Fonds MainFirst Global Equities Fund, MainFirst Global Equities Unconstrained Fund sowie den MainFirst Absolute Return Multi Asset. Sie investieren in allen dreien in strukturelle Investmentthemen. Eines davon sind Plattform-Modelle, deren ökonomisches Potenzial von Unternehmen in Deutschland oftmals noch nicht in ausreichendem Maße erkannt wird. Da diese Plattform-Geschäftsmodelle sich jedoch weiter auf dem Vormarsch befinden, sind die Fondsmanager der Überzeugung, dass ihr Investmentansatz auch langfristig überzeugt.

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